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Altenheim zu teuer: Immer mehr lassen sich in Osteuropa pflegen

 

Ein Unternehmer hatte selbst eine demenzerkrankte Mutter und war mit den Pflegebedingungen in Deutschland unzufrieden. Jetzt bietet er den Bewohnern seines Heimes einen Standard, von dem viele nur träumen können: Einzelzimmer, Vollverpflegung, alle Pflegeleistungen – für gerade einmal 1600 Euro im Monat. Ein Heimplatz in Deutschland kostet im Schnitt doppelt so viel!

Pflegekräfte verdienen ca. ein Drittel von den deutschen Gehältern!

Vor allem die Personalkosten sind viel niedriger als bei uns im Land. Pflegekräfte in Tschechien verdienen etwa 800 Euro im Monat - Bei uns aber liegt der Durchschnittslohn für eine Pflegekraft bei durchschnittlich 2500 Euro – das ist fast drei Mal so viel.
Das Heim kann allen seinen Bewohnern, die zum Teil unter schwerer Demenz leiden, eine ausgesprochen gute Betreuung gewährleisten. Zehn Pfleger stehen zur Verfügung – für gerade einmal 13 Bewohner. Noch familiärer geht es in Ungarn am Balaton zu. Auch hierhin zieht es immer mehr Senioren aus Deutschland, wenn sie nicht mehr alles alleine machen können. Die Heimnachbarn stammen meist aus Österreich oder der Schweiz - und auch der Arzt spricht Deutsch. Nicht immer treibt Geldnot deutsche Rentner ins Ausland. Viele Senioren wollen ihr Vermögen an die Kinder vererben anstatt es für teure Pflegedienste aufzubrauchen.

Maniküre, Pediküre, Friseur, Massagen - alles inklusive. Die deutsche Pflegekasse zahlt übrigens auch dann ihren Beitrag, wenn die Empfänger in Tschechien oder Ungarn leben. Sie freut sich sogar über die Exil-Senioren. Denn auch in Ungarn sind die Kosten überschaubar. Das Einzelzimmer kostet 1650 Euro und die Pflege ist inklusive. Aber auch Maniküre, Pediküre, Friseur, regelmäßige Massagen oder Physiotherapie gehören ganz selbstverständlich dazu. Auf Besuche von der Familie müssen Bewohner unter Umständen verzichten. Nur eines kann kein Geld der Welt leisten: Wer fernab der Heimat und seiner Familie lebt, ist auf sich allein gestellt – gerade im Alter. Wer häufig und gerne Besuch von Freunden oder den eigenen Kindern bekommt, muss genau darauf verzichten, wenn das Heim hunderte von Kilometern entfernt ist.   

Da ist es ein schwacher Trost, dass auch in deutschen Pflegeheimen viele Bewohner über Wochen und Monate nicht mehr besucht werden, wie Claus Fussek, ein bekannter Kritiker des deutschen Pflegesystems, gegenüber Plusminus erklärt. „Ich sage immer, wer sich in München oder Stuttgart nicht um seine Mutter im Heim kümmert, der kümmert sich auch nicht in Polen oder Ungarn um seine Mutter.“

Quelle: http://www.focus.de/finanzen/versicherungen/pflegeversicherung/zu-arm-fuers-deutsche-altersheim-immer-mehr-rentner-lassen-sich-in-osteuropa-pflegen_id_7482522.html