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Die Geschichte einer alten weisen Frau

Obwohl fast jeder mehrfach am Tag kleine Glücksmomente erlebt, gehen diese oft in der Hektik und den Sorgen des Alltags einfach unter.

Das Glück lässt sich auch im Alltag finden. Sprichwörtlich liegt es zwar auf der Straße, aber wir bemerken es nicht.

Wissenschaftler raten, täglich drei kleine Dinge zu notieren, die ein Glücksgefühl ausgelöst haben. Doch es geht auch ganz einfach.

Diese kleinen Geschichten über die Glücksbohnen sind tolle Beispiele und zeigen, wie wir tatsächlich fündig werden. Lesen Sie hier:

Die Geschichte einer alten weisen Frau und die Glücksbohnen

Eine sehr alte, weise Frau verließ ihr Haus nie, ohne vorher eine Handvoll Bohnen einzustecken.
Sie tat dies nicht, um unterwegs die Bohnen zu kauen.

Nein, sie nahm die Bohnen mit, um so die schönen Momente des Lebens besser zählen zu können.

Für jede Kleinigkeit, die sie tagsüber erlebte – zum Beispiel einen fröhlichen Schwatz auf der Straße, ein köstlich duftendes Brot, einen Moment  der Stille, das Lachen eines Menschen, eine Berührung des Herzens, einen schattigen Platz in der Mittagshitze, das Zwitschern eines Vogels – für alles, was die Sinne und das Herz erfreut, ließ sie eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern.

Manchmal waren es auch zwei oder drei Bohnen, die auf einmal den Platz wechselten.

Abends saß die weise Frau zu Hause am Kamin und zählte die Glücksbohnen aus der linken  Jackentasche. Sie zelebrierte diese Minuten. So führte sie sich vor Augen, wie viel Schönes ihr an diesem Tag widerfahren war und freute sich darüber.

Sogar an den Abenden, an welchen sie nur eine einzige Bohne zählte, jeder war für sie ein glücklicher Tag – es hatte sich gelohnt, ihn zu leben.

 

Quelle: https://netzfrauen.org/2015/01/19/die-gluecksbohnen-geschichte-zum-nachahmen/