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30% Zuschlag für Nachtwachen im Altenheim

Eine Altenpflegerin klagte, weil Sie für ihre Nachtdienste keine Zuschläge bzw. freie Tage vom Arbeitgeber bekommen hat und Sie hat den Prozess gewonnen. Das Gericht legte somit fest, dass der Arbeitgeber für die Nachtarbeit entweder einen Zuschlag zahlen oder dem Arbeitnehmer für die während der Nacht geleistete Arbeitszeit eine angemessene Zahl freier Tage einräumen muss. So steht es in § 6 Abs. 5 ArbZG. Grundsätzlich kann der Arbeitgeber wählen, ob er diesen Anspruch durch Zahlung oder durch freie Tage oder eine Kombination von beidem erfüllt. Hier hatte der Arbeitgeber durchaus einen Zuschlag vorgesehen, den die Altenpflegerin aber als zu gering ansah.

 

Nach Bundesarbeitsgerichts beträgt ein Nachtarbeitszuschlag mindestens 25 % auf den jeweiligen Bruttostundenlohn bzw. die Gewährung einer entsprechenden Anzahl von bezahlten freien Tagen. Der Zuschlag auf den Bruttolohn kann sich erhöhen, wenn die Belastung durch die Nachtarbeit die normalerweise mit der Nachtarbeit verbundene Belastung übersteigt. Dies ist oft der Fall, deshalb ist ein Nachtarbeitszuschlag von 30 Prozent % auf den Bruttostundenlohn bzw. die Gewährung einer entsprechenden Anzahl freier Tage als angemessen anzusehen. Daher kommen die Richter zu dem Schluss, dass auch bei Dauernachtarbeit in einem Altenheim ein Zuschlag von 30 Prozent angemessen ist.

Quelle: https://www.bund-verlag.de/aktuelles~F%C3%BCr-Nachtwache-im-Altenheim-gibt-es-30-Prozent-Zuschlag~?fbclid=IwAR0b47TgAoTQ0Ym-cZdydifqmPfXQzSMGfo9yb2ZWkaryS_N2zk_Z2n5JnA